TurnToRock.de - Rocknews

Disturbed in Düsseldorf

Redakteur:  Oliver "Olle" Praceius

Datum: 21.10.2008

Auch Shinedown waren in der Philipshalle mit dabei!

Endlich mal wieder ein Konzert, das mach auch mit der S-Bahn gut erreichen kann. Und dann gibt’s trotz früher Ankunft nicht einmal einen Stau vor der Tür. Sehr gute Organisation das. Leider schmeckt das Bier friesischer Herkunft in die Pappbecher umgefüllt eher bescheiden. Und zum Rauchen muss man sich bei der wirklich gut gelaunten Security einen "Wiedereintritts-Pass" besorgen. Auch gut, regnet ja nicht.

Gegen 20 Uhr begann dann äußerst pünktlich SHINEDOWN. Deren letzte Platte "The Sound of Madness" versprach ein äußerst gutes Konzert. Hier sei angemerkt, dass ich und meine Jungs die Tickets NICHT wegen DISTURBED gekauft haben... Leider leider hatten SHINEDOWN den üblichen „Vorband-Sound“. Erst nach ca. 3 Songs hörte man endlich auch, dass das Drumset mehr als eine Snare besaß. Schade, denn bis dahin gab´s schon die Knaller-Nummer „Devour“ und „The Sound of Madness“. Rockte nicht wirklich, da alles sehr vermatscht aus den Boxen kam.

Gegen Mitte des Sets wurde der Sound dann auch erträglich und SHINEDOWN bekamen so ziemlich die gesamte Philipshalle auf ihre Seite. Sänger Brent Smith versteht es, das Publikum auf seine Seite zu ziehen. Allerdings sollte er über seine Terminator-Gedächtnis-Lederjacke + Pferdeschwanz noch mal nachdenken. Sexy geht anders. Die Songauswahl des ca. 50-Minuten-Sets war ausgsprochen gut, logischerweise viel von der neuen Platte, aber auch Klassiker wie "45" vom 2004er Album "Leave a Whisper". Ich hoffe, SHINEDOWN werden in naher Zukunft auf einer eigenen Headliner-Tour in unserer Gegend aufschlagen. Das ist auf jeden Fall schon mal der Konzerttipp für die Zukunft. Nun zu den Jungs, die auf dem Ticket oben standen...

Auch hier der Sound nicht so prickelnd, aber besser. DISTURBED boten so ziemlich jeden Hit ihrer Karriere. Grundsolide gespielt, allerdings mit einigen Schwächen von David Draiman am Gesang. Intonation maximal befriedigend. Da hat man mehr erwartet. Sehr positiv allerdings, dass DISTURBED auf Playbacks und Loops bis auf wenige Ausnahmen verzichten und in der klassischen Besetzung Drums, Bass und Gitarre spielten. Keine Gitarre vom Band... sehr gut. Erinnerte etwas an die alten Pantera. Allerdings kam nicht wirklich die richtige Party-Stimmung auf.

DISTURBED kamen dafür einfach zu routiniert und ohne Überraschungen rüber. Gute Show, aber ohne den richtigen Kick. Auf die Uhr geguckt hab ich nicht mehr, die Show müßte aber so nach 80 Minuten vorbei gewesen sein. Als letzte Zugabe gab´s dann mit „The Sickness“ noch mal kurz richtig gute Stimmung und dann Putzlicht an und wech.... Fazit: SHINEDOWN sind ein Band, die man sich merken sollte, DISTURBED können mehr, wenn sie wollen. Und auch wenn sich mit CDs mittlerweile kein Geld mehr verdienen läßt: Über Shirt-Preise von 30-35 € sollte man doch noch mal nachdenken....



21.10.2008 10:55 Alter: 4 Jahre

Dein Kommentar

einen Kommentar schreiben

smile zwinker Big Grins Confused Cool Cry Eek Evil Frown Mad Mr. Green Neutral Razz Redface Rolleyes Sad Surprised




 
© Copyright: TurnToRock. Diese Seite sowie die darin entahltenen Inhalte genießen urheberrechtlichen Schutz. Jegliche Veröffentlichung, Vervielfältigung, Verbreitung oder sonstige Verwertung ist untersagt und nur mir schriftlicher Genehmigung unsererseits zulässig.
Typo3 Engine ©  2009 Templatedesign by www.online-konzeptioner.de

Outcast   OBG    IHP-RECORDS    OBG