TurnToRock.de - Rocknews
Hier der Bericht von Oli über die Rancid Show im Londoner Astoria!
Rancid gehört zu den Bands, die ich Mitte der Neunziger kennen und schätzen gelernt habe, nur verdammt noch mal nie gesehen! Angefangen hat es mit dem "Give `em the boot" Demo Tape und kurz darauf folgte die "And out comes the wolves" Lp. Eine Platte an der eigentlich niemand vorbeigekommen sein kann, der sich in irgendeiner Weise für Punkrock interessiert hat. Darüber hinaus ist es glaub ich auch das bekannteste Album der vier Punkrocker aus Kalifornien. 2003 kam dann die "Indestructible" und jetzt endlich auch eine Europatour. Wenn's tatsächlich vorher schon eine gegeben hat hab ich wohl gepennt, aber erinnern kann ich mich nur an einen Bizarre Festival Auftritt vor gefühlten 20 Jahren - doch dieses Mal sollte es soweit sein. Rancid kommen!!!
Allerdings nur ins United Kingdom. Na gut, dann treffen wir uns eben auf halben Wege, dieses Mal entkommt ihr uns nicht! Und unsere Wahl viel auf eine der drei Nächte in London. Der 16.11 sollte es werden, das letzte Konzert der kompletten Tour im Londoner Astoria. Vorgruppe sollten Jackson United und The Last Resort machen. Wird bestimmt nen geiler Abend werden. So machten wir uns am 15.11 zu dritt auf ins schöne London. Den Samstag verbrachte man mit Stadt angucken und abends im Elephants Head in Camden Town Bier trinken und Punkrocker vom Festland treffen. Sonntagabends ging es dann endlich los. Astoria suchen und mit Hilfe eines schottischen Punker schließlich auch finden. Schnell noch im Pub um die Ecke die letzte Stunde verbracht und pünktlich um 19 Uhr zum Einlass. Das Astoria ist in etwa vergleichbar mit dem E-Werk in Köln. Es gibt oben; an diesem Abend für so genannte Vips reserviert, und unten mit der Theke in Eingangsnähe. Schnell noch ein paar Pints ausgetrunken und um 20 Uhr bestiegen Jackson United die Bühne. Die Band um Foo Fighters Gitarrist Chris Shiflett und Mighty Mighty Bosstones Drummer, Joe Sirois lieferten 45 Minuten schönen kalifornischen Punkrock ab. Wer mehr über die Jungs wissen will kann durchaus auf diversen Internet Seiten mal reinhören.
Kurze Pause und erneut zwei Pins mit unserem neuen schottischen Freund und The Last Resort lieferten Oi – Musik aus den frühen 80er Jahren ab. Dafür dass es die so lange gibt war auch diese Band eine Premiere für mich. Über 20 Jahre Bühnenerfahrung und für diese Band ein Heimspiel in London brachte die Stimmung natürlich schlagartig zum kochen. Denke, dass die Meisten von den anwesenden britischen Skinheads allein für diese Band gekommen sind. Auf jeden Fall alle sehr textsicher und vor der Bühne der erste richtige Pit. War schon geil und auch nach 45 Minuten wieder zu Ende. Und dann war es soweit! Über 10 Jahre nach dem Armstrong das erste Mal aus meinen Boxen kam ballerte mir RADIO RADIO um die Ohren. Boa geil. Sofort alle am schubsen, tanzen und ausrasten. Und schön weit nach vorne haben wir uns gekämpft um richtig geil zu rocken.
"Roots Radicals", "Let Go", "Journey To The End", "Fall Back Down", "Hooligans"... alles war dabei. Rancid spielten die halbe "...And Out Comes The Wolves", Lieder von der "Let´s Go, Life Won´t Wait" und auch die durch alle Platten. Als Frederiksen "Knowledge" von Armstrongs "Operation Ivy" ankündigte war alles vorbei. Jetzt bebte der Saal. Freeman spielte bei Songs wie "Maxwell Murder" und "Aniom" - seine schnellen Bass Solos - und sang "Black Derby Jacket" selber. Die Halle bebte und Deutsche, Schweden, Briten Holländer und wo 'se alle herkamen feierten Rancid. Im Hintergrund liefen über Beamer diverse schwarz weiß Videos zu den Songs und das Armstrong Avenue Schild klebte am Verstärker.
"The Wars End" spielte Lars Frederiksen solo und dichtete es in "Charlie Harper Is A Punkrocker" , der im übrigen auf dem Oberrang saß, um. Riesen Party in London. Ruby Soho und Time Bomb machten den Auftritt komplett. Runde 1,5 bis 2 Stunden spielten Rancid vor ausverkauftem Haus und ein- zweimal Bier holen haben wir tatsächlich auch geschafft. Mit drücken und schubsen, aber es ging. Bis in die letzte Reihe ging das Publikum bei jedem Song voll mit. War irgendwie doch schon was Besonderes die Band mal zu sehen und ich glaub den meisten Anwesenden ging es auch so. Jeder Song wurde gefeiert und mitgesungen und man war glücklich alles endlich mal live zu hören.
Das letzte Mal hatte ich bei Social Distortion so ein Gefühl. Gegen 23 Uhr war dann alles zu Ende. Lars erzählte dass es eine super Tour war aber auch die Band froh sei jetzt wieder nach Hause zu kommen. Schließlich ging auch das Licht an und sofort alle rums und raus. Die spinnen die Briten *haha*. Hoffe Rancid finden zum neuen Album, welches 2009 erscheinen soll, wieder den Weg nach Europa. Wir sind an dem Abend noch schön breit mit der Tube in unser Schlafgemach geeiert und schließlich am Montagabend zurück nach Hause geflogen. Hat sich in jedem Punkt gelohnt unser Kurztrip nach London. Jetzt kommen `Transplants´ dran
Bis dann
Oli








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